Dienstleistung Vorbehandlung Sandstrahlen als Oberflächenaktivierung

Sandstrahlen als Oberflächenaktivierung

Sandstrahlenals PDF öffnenUm der Spritzschicht eine möglichst gute Haftung auf dem Bauteil (Substrat) zu verleihen, wird die Oberfläche aufgerauht und somit vergrössert. Das Aufrauhen hat die Aufgabe die mechanische Verankerung der Beschichtung zu verbessern, so wie auch Oxyde und andere Unreinheiten zu entfernen. Zum Sandstrahlen verwenden wir trockene und ölfreie Druckluft, welche die Veraussetzung für die benötigte kinetische Energie bildet. Mit Hilfe dieser kinetischen Energie wird das Strahlgut auf die Oberfläche geschossen. Alle Zonen, welche nicht beschichtet und somit auch nicht gestrahlt werden, müssen maskiert (abgedeckt) werden. Beim Maskieren unterscheiden wir zwei grundlegenden Methoden: Die einmalige und die wiederverwendbare Abdeckung.

  1. Beim einmaligen Abdecken verwendet man selbstklebende Bänder, welche den Vorteil haben, dass sie sofort einsetzbar sind und auf das Werkstück aufgeklebt werden. Ebenfalls vorteilhaft ist die Tatsache, dass zwischen Werkstück und Abdseckung kein Spalt entsteht, bei welchem Strahlgut eintreten kann. Ein bedeutender Nachteil ist die Einmalverwendung, und der Zeitaufwand. Abkleben zwecks Maskierung wird also vermehrt bei Kleinserien und Einzelstücken angewandt.
  1. Die wiederverwendbare Maske besteht meist aus massivem Metall oder Blech und wird vorallem in der Serienproduktion eingesetzt. Nachteilig können je nach Ausführung der Preis sein, was aber bei einer grossen Stückzahl wieder kompensiert wird.

SandstrahlenDas Sandstrahlen hat wesentlichen Einfluss auf die Schicht weshalb auf folgende Parameter besonders geachtet werden muss:

  • Strahlmittel (Grösse, Form): Die nach dem Strahlen geforderte Rauhheit ist ausschlaggebend für die Wahl der Korngrösse.
  • Strahldruck: Ein zu hoher Druck zerlegt das Strahlgut zu schnell und abgebrochene Partikel können im Substrat stecken bleiben und die lokale Haftung herabsetzen.
  • Strahlwinkel und Strahlabstand: Bei rechtwinkligem Auftreffen können abprallende Partikel mit eintreffenden kollidieren und somit die Wirkung des Strahlens unvorteilhaft beeinflussen.