Verschleissschutzschichten als Dichtungsoberfläche

als PDF öffnenUm die Fertigungskosten bei Serienproduktion möglichst tief zu halten, trotzdem aber nicht auf höchste Qualitätsansprüche zu verzichten, zahlt es sich aus, ein Werkstück aus einem für die Produktion angepassten Material herzustellen, um anschliessend im Bereich  der höchstbeanspruchten Stellen eine entsprechende Funktionsschicht aufzutragen.Effizienter Verschleissschutz bei Wellen durch plasmagespritzte Gleitflächen für Dichtringe

Verschleissschutz bei Förderpumpen

Bei einer Förderpumpe beispielsweise, können die höchstbeanspruchten Bereiche bei der Wellendichtung liegen; grundsätzlich verschleisst das Dichtungsmaterial und die Oberfläche der Welle. Die Folge sind hohe Leckagen bis hin zum Wartungsunterbruch mit Austausch von Welle und Dichtungskörper. Hier bietet sich eine weit verbreitete und längst bewährte Lösung. Im Bereich der Laufflächen des Werkstückes wird eine Chromoxidbeschichtung als Verschleissschutz aufgetragen. Durch die grosse Härte und die geeignete Oberfläche nach deren Behandlung, schützt sie Gleitringe hervorragend. Die Gleitfläche bleibt riefenfrei und steigert die Lebensdauer der Dichtung. Mit 1300 bis 1500 HV ist Chromoxid zwar weniger hart als beispielsweise Aluminiumoxid, jedoch Temperaturschock unempfindlicher und eignet sich deshalb für Dichtungsbereiche von Pumpenwellen, Wellenschonhülsen, Antriebswellen, Führungsbüchsen, Dosierungskolben, Packungsbuchsen, Radnaben, Schleissringen usw.

Verschleissschutz beim Einsatz von Nutringenmit Chromoxid beschichtet Teile. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer (Verschleissschutz im Bereich von Wellendichtringen)

Durch hohe Drücke und Kolbengeschwindigkeiten von bis zu 2 m/s in Hochdruck-Reinigungsanlagen können Temperaturbelastungen durch die Reibwärme bis auf 120° steigen. Dabei stellen Wasser plus Reinigungsmittel oder wie in der Analytik verschiedenste chemisch aggresive Medien besondere Anforderungen an die Materialien. Beim Einsatz von Federunterstützten Nutringen mit einer besonderen Geometrie und aus PTFE Compounds, mit Füllstoffen, die auch aus modifiziertem Kohlenstoff plus Füllstoffen organischer Basis (PPS, PI, PEEK, usw.) bestehen können, liegt die Voraussetzung in einer entsprechenden Oberflächengüte der Chromoxidschicht. Gefordert werden hier Ra-Werte um die 0,2 µm. Bei zu rauhen Oberflächen würden die Keramikspitzen die Dichtung zu schnell verschleissen.